Franken Fran

      Franken Fran

      Franken Fran





      Genre : Medical Horror



      Story :


      Doktor Naomitsu Madaraki Arbeitete im zweiten Weltkrieg als Biochemiker für die Armee.
      In der Biotechnologie ist er einer der führenden Köpfe weltweit. Nach dem Krieg verlor sich aber die Spur des Doktors.
      Gerüchten zufolge soll er in Amerika und Israel seine Forschungen fortgesetzt haben. Seit kurzem setzt er in Japan seine Forschungsreise fort.
      Während der Doktor nun außer Haus ist hütet eines seiner “Werke“, die jung Fran das Heim, welches zugleich sein Labor ist.
      Fran ist auf dem ersten Blick ein junges schönes Mädchen, die aber nach dem Vorbild von Mary Shelley's Frankenstein aus mehren Leichen teilen zusammengeflickt wurde.
      Da sie dem Doktor bei Operationen zu Seite steht, hat sie sich etliche Chirurgische Fertigkeiten abgeschaut und ist selbst nun imstande die kompliziertesten eingriffe durchzuführen. Falls ihr doch eine etwas heiklere OP bevorsteht, modifiziert sie ganz einfach selbst ihren Körper mit ein paar zusätzlichen Armen.
      Zwar meint es Fran mit den gewagten Op's meist gut, dabei schreckt sie aber auch nicht vor mehr als unethischen Mitteln zurück.
      So wird zum Beispiel in Ep. 7 / “Hold Me Tight“ bei einer jungen Frau Großteile des Gehirns entfernt, um Platz für andere Organe wie Herz, Magen und Darm zu schaffen.



      Mein Fazit :
      Die Junge naive Fran welche eine sehr sexy Version von Frankensteins Monster verkörpert, hilft Unfall Opfern in dem sie sie “Repariert“. Dabei hat sie die skurrilsten Ideen wie sie den menschlichen Körper verbessern kann. Der Erste Band besteht aus 8 Episoden die Zeichnungen sind sehr Detailreich besonders bei den Operationen. Einen soliden Magen empfehle ich hier an dieser stelle allen ^^
      Mir Persönlich gefällt auf jedem Fall die Idee des Mangas und wer Freude am Rabenschwarzen Humor hat und auf Splatter steht ist hier sicherlich gut aufgehoben.



      Erschienen sind bisher bei Panini Comics Band 1 und 2 in Deutschland Band 3 Kommt mitte August:
      Bilder
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      Sig von TsunayoshiSawada

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Edgar“ ()

      dein Review ist dir sehr gut gelungen genauso, wie es auch der manga selber ist ;)
      Als ich den manga das erste mal gelesen habe fand ich ihn am anfang doch recht anspruchslos und nur durch seine expliziten bilder interessant. Doch ca ab der 3. episode hat der manga mir auch von der geschichte her gut gefallen, da er wirklich teilweise lustig ist aber auf der anderen seite schon ein wenig bemittleidenswert ist z.b. ep 3 das mädchen mit den körperteilen zu viel.
      Wer einfach einen interessanten und unterhaltsamen manga sucht, der durch die bilder als auch durch die story glänzt aber nicht so komplex wie ein death note sein muss ist heir auf jeden fall richtig :)
      "Ich suche mir gezielt einen Beruf mit höherer Sterberate aus um dort dann in Anwesenheit von anderen Menschen zu sterben und nicht zu Hause, alleine und schlafend im Bett an Altersschwäche zu sterben."
      "Schwarzer Humor" ist so ziemlich garnicht der Fall - eher "kranker Humor", falls man überhaupt von "Humor" sprechen kann. Ich habe es mal durchgeblättert und die ein oder andere Episode gelesen. Unkreativ, und die detailreichen Zeichnungen sind vor Allem da, wo man besonders viel Schockeffekt haben möchte. Der Reiz ist hier eher der, der entsteht, wenn man bei einem Unfall zuguckt. Man gafft und kann einfach nicht anders, als hinzustarren. Besonders toll ist das Angegaffte aber nicht. Vorallem, da der Autor seine Hintergrundinformationen nicht wirklich sorgfältig zusammengesucht hat.
      Ich bin übrigens geschockt, dass es den Manga bereits in Deutschland gibt. Es gibt hier ja derartig viele Mangas nich, und der ein oder andere seltsame in der kleinen Auswahl würde mich nicht wundern, aber ein wirklicher Guro-Manga auf dem Markt ist schon überraschend. Franken-Fran ist das nähste, was man bezüglich Gore-Hentai in Deutschland frei bekommen kann. So vollkommen schlecht ist dieser postromantische Kitsch allerdings nicht, wennauch aus ganz anderen Gründen als bisher genannt.

      1) Humor: ich stimme nichtmal Kotomi zu, ich finde hier nichtmal kranken Humor. Schwarzen Humor nun auch nicht wirklich. Das ein Pädophiler als Maskotchen in einem Vergnügungspark mit Kindern arbeitet ist noch nichtmal - wenn man die wirkliche Welt kennt - ironisch oder besonders komisch, es ist schlichtweg Realität. Das Menschen sich - ähnlich den drei Wünschen des Djinsch, Dinge wünschen, die sie eigentlih gar nicht wollen, ist ebenfalls noch kein Grund zum schmunzeln. Und auch die genannten Gore-Effekte sind weitesgehend nicht - wie zum Beispiel in so einigen Funsplatterfilmen - komisch und im kranksten fall freut sich ein Franken-Fran leser über Nacktheit vor oder während den Gore-Einlagen (und das ist wiederum auch keine Humorsache sondern eher sexuelle Perversion).

      2) Gore: Ehrlich gesagt finde ich die Zeichnunge hier recht gut, weil sie ihren Zweck vollends erfüllen. Sie schocken. Oder sind zumindest eklig, und was genau sollte man ansonsten von Gore erwarten? Im Gegensatz zu Meistern des Horrors wie Junji Ito (der ja auch so hier und da mal Gore einfließen lässt), ist es hier aber nicht Mittel zum Zweck, sondern Mittel, Zweck, Ursache, Wirkung in einem: kurzum: Gore sich selbst wegen. Und das ist nicht gruslig, beängstigend oder sonstwas, sondern lediglich eklig und langweilig. Und wenn das passiert, hat Gore für mich persönlich keinen höheren Sinn

      3) Thematik: Wie schon oben erwähnt spielt der Manga mit 2 großen Ideen: a) sei vorsichtig was du dir wünschst b) der Mensch vs. Wissenschaft.
      In diesem Sinne ist Frankfran also doch irgendwie humorvoll, da es durchaus als ironische bio-ethische Kritik am Menschen gelesen werden könnte.
      Sobald sich der Mensch (oder Gestalten des Menschen, in diesem Fall Fran), der im übrigens nur geringfügig Empathifähig ist (wie hier Fran), versucht in "höhere Dinge" einzumischen, kommt es aus menschlicher Sicht zur Katastrophe. Es wird suggeriert: totaler medizinisch-wissenschaftlicher Erfolg bedeutet menschlich-ethisch ein Niedergang. Zudem strebt der Mensch nach Dingen, die er im Grunde so gar nicht möchte. Dementsprechend sind die einzigen Gewinner dieser Serie die an den Rand gestellten Psychopathen der Gesellschaft (Pädophile Sexualstraftätet, Mobbing-Opfer etc.), die tatsächlich skrupelos mit ihren Möglichkeiten umgehen. Verlierer sind - im typischen Anklang zur romantischen Vorstellung des 19. Jhds. die Liebenden, die Verzweifelten, die Hoffenden, diejenigen die Wunder durch Maschinen einfordern und dann tatsächlich eher ein blaues Wunder erleben...

      Inhaltlich ist die Recherche auch nicht problematisch (@Kotomi), da ja gerade auch wissenschaftliches Halbwissen erst zu derartigen Fehlern führt.
      Das Gottes-Szenario beschreibt ja ebenfalls genau dieses Dilemma: entweder du hast einen Gott (Arzt), der nicht genau weiß, was er tut und die Folgen abwarten muss. Oder du hast einen Gott (Fran), der die Folgen kennt, sie aber nicht ethisch-menschlich einordnen kann. Für Fran ist es vollkommen okay, wenn man den Menschen den man liebt aufisst... allein schon deshalb, weil dies in der Natur ja auch geschehen kann. Das Wichtige ist nicht dieser Akt, sondern das Gefühl der Liebe und ist das Aufessen ein Akt der Liebe, so ist es legitimiert. Allein diese erneut romantische Denkweise ist letzten Endes interessant, wennauch schon alt.

      4) Fazit: für 1 lese ich definitiv anderes, für 2) ebenfalls und lediglich 3) rechtfertigt 2) in meinen Augen nicht, besonders weill ich auch 3) bereits bei ETA Hoffmann, Baudelaire, Poe und Shelley bekomme. Und das sogar - man mag es kaum glauben - wesentlich effektiver ohne Gore oder Splatter.


      So long

      Davin
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      Beware of heard, a dreadful word
      that looks like beard and sounds like bird,
      and dead: it's said like bed not bead
      For goodness' sake don't call it deed!
      Watch out for meat and great and threat
      (they rhyme with suite and straight and debt)

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      Blue
      Es macht mir jedesmal Spaß deine gut erklärten Deutungen und Bewertungen zu Mangas zu lesen, sie öffnen einem dann doch echt die Augen (ich selbst bin eine Niete im Gedichte interpretieren, so auch manchmal bei den Mangas ;) )

      Also ich finde die Thematik einfach nur total gut gelungen, all die ethischen Grundlagen werden innerhalb einiger weniger Chapter komplett ignoriert und es endet scheinbar im Chaos, je nach sichtweise.

      Das eine Chapter wo die kleine Schwester aufgetaucht ist.
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      Allein die Frage "schneller Tod" oder "Leben mit Leiden" hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht.
      Was ist denn nun wirklich das Beste? Den Menschen einen schneller Tod bescheren oder mit allen möglichen Mitteln das Leben zu ermöglichen (also auch mit Leiden) und vorallem wo ist dann die Grenze? Wer entscheidet nun was passieren soll (also wenn die sterbende Person entweder Geisteskrank ist oder einfach nicht in der Lage ist zu antworten)
      Wer darf dann diese Entscheidung fällen?
      Wo ist nun die Grenze zu einem menschenunwürdigem Leben? Wenn es das überhaupt gibt?!


      Oder die Geschichte mit dem jungen der sich scheinbar umbringen wollte und dann ein Maskotchen war
      Spoiler anzeigen
      Wer hatte den nun das Recht zu entscheiden wo das Mädchen besser aufgehoben ist? Also bei den Eltern oder dem Bären?
      Das Mädchen selbst oder die Eltern (die offenbar schlechte Eltern sind, was in dem Fall auch erstmal egal war), wessen Wille war denn nun der legitime?
      Dazu natürlich noch die traurige Wahrheit mit dem Stiefvater der das kleine Mädchen missbraucht sowie dann auch später im Vergnügungspark arbeitet


      Oh mann, der Manga hat mir einfach nur total viel zum Denken gegeben, es sit das Lesen defenitiv wert :top:
      @Davin:
      Humor: ich schrieb ja "falls man überhaupt von Humor sprechen kann".
      Recherche: inhaltlich ist es nicht problematisch, nein. Es wäre jedoch ein Extrapunkt für den Manga, wenn man die Grenzen zum Möglichen so weit wie möglich verwischen würde. Wenn man direkt im ersten Kapitel die Operation für unmöglich erklärt, weil Fran bei ihrer Vorgehensweise einen Großteil des Gewebes zerrissen und zerquetscht haben müsste, nimmt das einiges an Reiz weg. Wenn man für den Schockeffekt möglichst detailreich und realistisch darstellen möchte, dann sollte man das auch tun.
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    Online seit dem 30.10.2001